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Pressemitteilung Nr. 066
München, 30.03.2020

FÜRACKER: 869.300 EURO FÜR ENTWICKLUNG EINES ASSISTENZ-ROBOTERS FÜR OPERATIONEN
Bayerische Forschungsstiftung fördert Zukunftsprojekt im Bereich der Robotik

„Spitzentechnologie aus Bayern: Die Bayerische Forschungsstiftung unterstützt die Entwicklung eines neuen Assistenz-Roboters für Operationen mit 869.300 Euro“, sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich des Beschlusses des Stiftungsrats. Das Roboter-Assistenzsystem soll das Krankenhauspersonal sowie Ärztinnen und Ärzte im Operationsablauf unterstützen und Arbeitsabläufe erleichtern. „Künstliche Intelligenz und Robotik sind Schlüsselthemen der Zukunft - insbesondere im medizinischen Bereich. Bayern will hier zur Speerspitze der internationalen Forschung gehören. Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln dieses Zukunftssystem Hand in Hand - ein Musterbeispiel für die ideale Verbindung von Theorie und Praxis“, so Füracker weiter. An dem Forschungsprojekt der Forschungsgruppe für Minimal-invasive Interdisziplinäre Therapeutische Interventionen (MITI) des Klinikums rechts der Isar sind der Lehrstuhl für Robotik, Künstliche Intelligenz und Echtzeitsysteme der TU München, die Siemens Healthcare GmbH, Kemnath, die Franka Emika GmbH, München und die Evocortex GmbH, Nürnberg, beteiligt.

Während der Durchführung chirurgischer Eingriffe müssen regelmäßig Handlungen im Umfeld des OP-Tisches, d. h. im unsterilen Bereich des OP-Saals durchgeführt werden (Gerätebedienung, Beschaffung von Sterilgut etc.). Ziel des Projekts „AURORA“ ist die Entwicklung eines robotischen Assistenzsystems, das sich selbständig im unsterilen Bereich des OP-Saals sowie innerhalb des OP-Trakts zwischen den einzelnen Sälen bewegen kann. Zentrale Aufgabe dieses Assistenzsystems ist die Entlastung des Krankenhauspersonals sowie die Unterstützung der OP-Teams. Im Rahmen des Projekts soll ein entsprechender Demonstrator entstehen, der bereits erste Anwendungsfälle abdecken kann, wie etwa das Bedienen von Medizingeräten sowie das Anreichen von Sterilgut.

Jährlich berät die Bayerische Forschungsstiftung über Projektanträge mit einem Gesamtvolumen von über 50 Millionen Euro. Die Forschungsstiftung hat seit ihrer Errichtung im Jahr 1990 bis Ende März 2020 für 919 Projekte rund 586 Millionen Euro bewilligt. Gemeinsam mit den Co-Finanzierungsanteilen der bayerischen Wirtschaft wurden damit Gesamtprojektvolumina von rund 1,3 Milliarden Euro angestoßen. Zusätzlich vergibt die Forschungsstiftung Stipendien für die internationale Zusammenarbeit von Forschern sowie (Post)Doktoranden.


Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, Postfach 22 15 55, 80505 München
Pressesprecher: Dennis Drescher
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