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Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland (Vereinigtes Königreich) aus der EU („Brexit“)

Das Vereinigte Königreich ist am 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union ausgetreten. Seit diesem Zeitpunkt gilt die Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020, in der das EU-Recht für das Vereinigte Königreich grundsätzlich weiter gilt, der Staat aber nicht mehr an den EU-Entscheidungsprozessen teilnimmt. Bis Ende 2020 ergeben sich für die Bürger, Verbraucher, Unternehmen, Investoren, Studenten und Forscher in der EU und im Vereinigten Königreich daher vorerst keine Änderungen. Beamte mit ausschließlich britischer Staatsangehörigkeit können ihren Beamtenstatus in der Regel auch darüber hinaus behalten.

Die Gefahr eines „harten" Brexits nach Ende der Übergangsphase besteht jedoch weiterhin. Die EU und das Vereinigte Königreich haben voraussichtlich nur bis Ende des Jahres Zeit, um sich auf der Grundlage der zwischen beiden im Oktober 2019 vereinbarten Politischen Erklärung über die künftigen Beziehungen zu einigen. Der Austrittsvertrag sieht zwar eine einmalige Option zur Verlängerung der Übergangsphase um bis zu zwei Jahre vor, die bis zum 30. Juni 2020 ausgeübt werden könnte. Der britische Premierminister Boris Johnson hat dies jedoch bisher kategorisch ausgeschlossen.

Können sich die EU und das Vereinigte Königreich bis zum Ende der Übergangszeit nicht auf ein Freihandelsabkommen einigen, treten u. a. Zölle und andere Handelsbeschränkungen in Kraft. Unternehmen und Bürger sollten sich daher weiterhin auf einen ungeregelten Brexit vorbereiten.

Auf den Internetseiten des Bundesministeriums der Finanzen, des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finden Sie detaillierte Informationen zum Brexit und zu Vorbereitungen auf einen ungeregelten Austritt des Vereinigten Königreichs. Konsequenzen eines harten Brexits für verschiedene Bereiche sind in den sog. „preparedness notices“ der Europäischen Kommission zu finden.

Weitere Informationen rund um das Thema „Brexit und Steuern“ erhalten Sie auf den Internetseiten der Europäischen Kommission, der
Generalzolldirektion, der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern,  der Steuerberaterkammer München sowie der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer.