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Pressemitteilung Nr. 086
München, 22.05.2020

FÜRACKER: 300 JAHRE RESIDENZ ELLINGEN
Corona-Schließung für Frühjahrsputz genutzt // Reinigungsarbeiten an den originalen Fenstern aus der Erbauungszeit brachten Neues zutage

Vor 300 Jahren, im Jahr 1720, wurde der Rohbau des riesigen Hauptbaus der Residenzanlage in Ellingen unter dem Architekten Franz Keller fertiggestellt. Seit 1216 gehörte Ellingen dem Deutschen Orden und war Residenz des Landkomturs der Ballei Franken. Als die mächtigste Ballei im Deutschen Orden war das kleine Ellingen damals das Zentrum einer weitgespannten Territorial- und Wirtschaftsmacht. „Bis heute stellt die Residenz Ellingen eines der bedeutendsten Schlösser und Zeugnisse des Deutschen Ordens und eine besondere Perle der Barockarchitektur sowie der klassizistischen Ausstattungskunst dar. Ab 30. Mai kann der ehemalige Sitz des Deutschen Ordens voraussichtlich wieder unter Berücksichtigung der besonderen Hygienemaßnahmen besichtigt werden“, freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.

Leider konnte der aus Anlass dieses Jubiläums vorgesehene Veranstaltungstag der Bayerischen Schlösserverwaltung aufgrund der Maßnahmen gegen eine Verbreitung des Corona-Virus nicht durchgeführt werden. Die Schlösserverwaltung hat die damit verbundene Schließung aber genutzt. „In den letzten Wochen wurden im Rahmen eines Frühjahrsputzes unter anderem 332 Residenzfenster sorgsam gereinigt“, teilte Füracker mit. Darunter waren die riesigen Fenster der barocken Schlosskirche, der Reithalle und der Kolonnade. Letztere sind noch original aus der Erbauungszeit von 1775. Manches Fenster ließ sich nur mit dem Hubsteiger oder einem bis zu neun Meter langen Wischer erreichen, da beispielsweise die Kirchenfenster eine Höhe von knapp sieben Metern haben und sich vom Boden aus auf eine Gesamthöhe von fast zehneinhalb Metern erstrecken.

Bei der Reinigungsaktion machte die Schlösserverwaltung eine interessante Entdeckung. Drei Glaser, die zwischen 1835 und 1868 die Fenster reinigten, haben sich in den Scheiben verewigt. Sie ritzten folgende Gravuren ins Glas: „Johann Rauenbusch Glaser aus Weissenburg den 6ten August, 1840, hat diese Fenster geputzt“ und „August Fischer Glasergesell aus Leipzig hat den 20ten und 21ten August 1835 diese Fenster geputzt“ sowie „1868 5. August F.U.“ Die bis zu 185 Jahre alten Inschriften an den Fenstern sind für den Besucher leider kaum sichtbar, da sie sich in einer Höhe von sieben Metern befinden.

1789 wurde der Sitz der Ballei Franken nach Bad Mergentheim verlegt. Einige Jahre später wurde der Orden fast gänzlich aufgelöst und der Besitz Ellingen fiel an das Königreich Bayern. König Max I. Joseph übergab das Schloss 1815 seinem Feldmarschall Carl Philipp Fürst von Wrede, der einige Raumfluchten mit kostbaren Seiden- und Papiertapeten, Möbeln, Glas und Bronzen aus Paris neu ausstatten ließ. Diese Räume zählen mit den Stuckaturen und Möbeln Michel d‘Ixnards zu den bedeutendsten Raumkunstwerken des Klassizismus in Bayern. 1939 erwarb der bayerische Staat die Residenz in Ellingen zusammen mit der Reithalle und dem Park von den Fürsten von Wrede und übergab es der Obhut der Bayerischen Schlösserverwaltung. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten und der Erarbeitung eines Museumskonzepts wurde das Schloss ab 1954 nach und nach für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht unter anderem mit Ausstellungsobjekten zur Geschichte des Deutschen Ordens.

Über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und rund 10 Saisonkräfte arbeiten für die Schloss- und Gartenverwaltung Ansbach und kümmern sich mit viel Sorgfalt und Mühe nicht nur um die Ansbacher Residenz und den Hofgarten. Sie sind zudem für die Residenz Ellingen mit Park und die Willibaldsburg in Eichstätt mit ihrem Bastionsgarten zuständig


Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, Postfach 22 15 55, 80505 München
Pressesprecher: Dennis Drescher
Telefon 089 2306-2460 und 2367, Telefax 089 2809327
E-Mail: presse@stmfh.bayern.de, Internet: www.stmfh.bayern.de